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Das vergessene Handy enthüllte Daniels grausamstes Spiel / Chapter 5 / 7

Chapter 5 — Das vergessene Handy enthüllte Daniels grausamstes Spiel

4.9Editorial score

An die Male, in denen ich gefragt hatte, warum schon wieder Geld fehlte.

An meinen Ton.

An Teresas Schweigen.

Daniel hatte die Risse in unserer Ehe nicht geschaffen.

Aber er hatte gelernt, sie zu benutzen.

„Ich bin wütend“, sagte ich.

„Aber nicht nur auf dich.“

Sie nickte.

„Ich weiß.“

„Und ich werde nicht gehen.“

Da begann sie wieder zu weinen.

Nicht laut.

Sie legte nur die Stirn auf ihre Hände, und ihr ganzer Körper bebte.

Am nächsten Morgen gingen wir gemeinsam zur Polizei.

Danach saßen wir fast vier Stunden in einer Bankfiliale.

Eine Mitarbeiterin legte Konto für Konto offen.

Daniel hatte Teresas E-Mail-Adresse verändert, neue Telefonnummern hinterlegt und mehrere kleine Kredite beantragt, weil geringere Summen weniger Prüfungen auslösten.

Es war geplant gewesen.

Kein verzweifelter Fehler.

Kein einzelner schlechter Tag.

Eine Methode.

Die Bank sperrte die betroffenen Konten.

Wir meldeten Identitätsdiebstahl und ließen Warnvermerke setzen.

Ein Anwalt erklärte uns später, dass Teresa für einen Teil der Schulden wahrscheinlich nicht haften müsse, wenn die Fälschung nachgewiesen werde.

Für das Geld aus unserem Schrank gab es jedoch keine Versicherung und keine einfache Rückzahlung.

Drei Tage später rief die Polizei an.

Marco war gefunden worden.

Der Mann in der schwarzen Jacke hieß Victor Salas und betrieb keine offizielle Firma.

Er verlieh jungen Leuten Geld für Onlinewetten und verlangte anschließend hohe Aufschläge.

Daniel hatte zunächst tatsächlich zweitausend Dollar bei ihm geliehen.

Doch damit endete der wahre Kern seiner Geschichte.

Nachdem Teresa die erste Summe bezahlt hatte, erkannte Daniel, wie leicht er sie mit Angst kontrollieren konnte.

Gemeinsam mit Marco erfand er weitere Schulden.

Sie fotografierten Teresa an Geldautomaten, führten Listen über ihre Auszahlungen und teilten das Geld untereinander auf.

Ein Teil floss in Sportwetten.

Ein Teil in Technik.

Ein Teil in Restaurants, Clubs und Kleidung.

Der große Bildschirm in Daniels Zimmer war mit einem Kredit gekauft worden, der auf Teresas Namen lief.

Die Kopfhörer, die sie ihm auf Raten geschenkt hatte, hatte er inzwischen weiterverkauft.

Das Paar in seinem Zimmer war nur eine billige Kopie.

Der Satz, der mich am meisten traf, stand in einem Chat zwischen Daniel und Marco.

Marco hatte gefragt: „Was, wenn deine Mom Arthur alles sagt?“

Daniel antwortete: „Sie sagt nichts.

Sie hat mehr Angst, mich zu verlieren, als sich selbst.“

Teresa las die Nachricht im Büro des Ermittlers.

Sie reagierte nicht sofort.

Dann schob sie den Ausdruck langsam von sich.

„Da hat er sich geirrt“, sagte sie.

Die Ermittlungen dauerten Wochen.

Daniel bestritt zunächst alles.

Dann behauptete er, Marco habe ihn gezwungen.

Als weitere Nachrichten auftauchten, sagte er, die Konten seien mit Teresas Zustimmung eröffnet worden.

Doch die Zeitstempel, die gefälschten Signaturen und die Videos widersprachen ihm.

Besonders belastend war eine Aufnahme, die Daniel offenbar aus Versehen nicht gelöscht hatte.

Darauf erklärte er Marco, wie man das Küchenvideo schneiden müsse.

„Nur ihre Hände und den Umschlag“, sagte er.