Eine Übertragung an Sie wurde nie registriert.“
Diane hob das Kinn.
„Es ist mehr als zwei Jahrzehnte her.
Niemand kann beweisen, was Helena wollte.“
Dr.
Levin nahm ein weiteres Blatt aus dem Ordner.
„Helenas Anwalt konnte es.“
Es war eine Kopie ihres Testaments.
Darin wurde der Armreif ausdrücklich mir zugesprochen.
Nicht meinem Vater.
Nicht einer Geschäftspartnerin.
Mir.
Neben der Beschreibung stand die Seriennummer, die Herr Adler am Verschluss gefunden hatte.
Madison setzte sich langsam auf die Bettkante.
„Mom, du hast gesagt, das Ding gehöre Grandma.“
„Halt dich da raus.“
„Du hast mir gestern gesagt, ich könne es behalten.“
Diane fuhr zu ihr herum.
„Weil ich nicht wusste, dass du damit zu einem Juwelier rennst.“
Der Satz hing einen Moment lang in der Luft.
Dann verstand Madison, was sie gerade gehört hatte.
„Du wusstest also, dass es nicht unseres war.“
Diane antwortete nicht.
Dr.
Levin schloss den Ordner noch immer nicht.
„Der ursprüngliche Diebstahl ist nicht das einzige Problem.
Frau Miller, Sie haben vor acht Jahren gegenüber Evelyn erklärt, der Armreif sei ein Geschenk gewesen.
Danach haben Sie versucht, ihren Brief verschwinden zu lassen.“
Ethan sah auf.
„Welchen Brief verschwinden zu lassen?“
Dr.
Levin nahm ein Tablet aus seiner Tasche.
„Evelyn rief mich drei Wochen vor ihrem Tod an.
Sie sagte, jemand habe ihr Arbeitszimmer durchsucht.
Daraufhin ließ sie eine kleine Kamera installieren.“
Diane ging zur Tür.
Draußen standen zwei Ermittler, die bisher im Flur gewartet hatten.
Eine Beamtin hob die Hand.
„Bitte bleiben Sie im Zimmer.“
Madison begann zu weinen.
Nicht laut.
Es waren kurze, erschrockene Atemzüge, als würde sie erst jetzt begreifen, dass die Regeln ihrer Mutter außerhalb dieses Hauses nicht galten.
Dr.
Levin stellte das Tablet auf die Kommode und startete die Aufnahme.
Das Video zeigte Evelyns Arbeitszimmer bei Nacht.
Nach wenigen Sekunden öffnete sich die Tür.
Diane trat ein, schaltete keine Lampe ein und ging direkt zum Schreibtisch.
Sie musste genau gewusst haben, wonach sie suchte.
Sie öffnete die zweite Schublade, zog einen Umschlag hervor und steckte ihn unter ihre Jacke.
Dann blieb sie stehen.
Im Türrahmen erschien Ethan.
Ich sah nicht mehr auf das Tablet.
Ich sah ihn an.
Sein Gesicht war völlig farblos geworden.
Auf dem Video sagte der jüngere Ethan: „Mom, was machst du da?“
Diane antwortete: „Ich rette unsere Familie.“ „Ist das der Brief für Claire?“