Die Tür hinter Daniel öffnete sich, und zwei Ermittler betraten das Foyer des Aurum House.
Sie trugen keine Uniformen.
Einer war ein hochgewachsener Mann mit dunklem Mantel, die andere eine Frau mit streng zurückgebundenem Haar und einer schmalen Ledermappe unter dem Arm.
Trotzdem erkannte Daniel sofort, dass sie nicht zum Sicherheitsdienst gehörten.
Sein Lächeln verschwand.
Auf dem großen Bildschirm über dem Marmortresen war noch immer die Aufnahme aus dem Sapphire Room zu sehen.
Daniel saß dort, eine Serviette vor sich, und übte meine Unterschrift.
Einmal zu rund.
Einmal zu steil.
Beim dritten Versuch nickte er zufrieden.
Dann sagte er zum Kellner: „Schreiben Sie Hayes Capital darunter.
Sie prüft solche Beträge nie.“
Vanessa war auf dem Video zu hören.
„Und wenn sie es doch merkt?“
Daniel grinste.
„Dann ist es längst zu spät.“
Caroline Mercer stoppte die Aufnahme genau in diesem Moment.
Im Foyer war es so still, dass ich das leise Summen der Klimaanlage hörte.
Daniel drehte sich zu mir.
„Das ist aus dem Zusammenhang gerissen.“
Mein Vater stand neben mir, die Hände locker vor dem Körper.
Er wirkte nicht triumphierend.
Er sah Daniel nur so an, wie er früher Verdächtige angesehen hatte, die glaubten, lautes Reden könne Beweise verändern.
Die Ermittlerin trat an den Tresen.
„Daniel Whitmore?“
„Wer will das wissen?“
Sie zeigte ihm ihren Dienstausweis.
„Finanzermittlung Manhattan.
Uns wurde ein versuchter nicht autorisierter Kauf unter Verwendung einer Firmenidentität gemeldet.“
Daniel sah zu Caroline.
„Sie haben die Polizei gerufen?“
„Ich habe die zuständige Stelle verständigt“, sagte Caroline.
„Wie es unsere Richtlinien bei mutmaßlich gefälschten Autorisierungen verlangen.“
Vanessa ließ das Saphircollier los.
Es hing noch an dem schwarzen Samtkissen, das eine Mitarbeiterin des Clubs festhielt.
Das Preisschild war unter den Steinen sichtbar.
640.000 Dollar.
Das war nur ein Teil der Rechnung.
Mit Wein, Speisen, privater Veranstaltung, Reservierungsgebühren, Service, Sicherheitskaution und dem Schmuck belief sich der Gesamtbetrag auf 990.000 Dollar.
Daniel hatte versucht, fast eine Million Dollar auszugeben, weil er glaubte, mein Name sei auch nach der Scheidung noch sein Eigentum.
„Emily hat mir die Karte gegeben“, sagte er.
„Heute Morgen.“
Ich sah ihn an.
„Welche Karte?“
Er zögerte.
„Die schwarze.“
„Die Karte, die seit drei Monaten in meinem Portemonnaie steckt?“
Der Ermittler blickte zu Daniels Hand.
Dort lag eine zweite mattschwarze Karte auf dem Tresen.
Sie sah meiner täuschend ähnlich.
Mein Vater beugte sich leicht vor.
„Darf ich?“
Der Ermittler nickte und schob ihm die Karte mit einem Stift herüber, ohne sie direkt anzufassen.
Dad betrachtete die Prägung.
„Alte Kartennummer.
Abgelaufenes Sicherheitsmerkmal.