Skip to content
Seine Zwillinge standen vor ihm — doch die Akte enthielt den wahren Verrat / Chapter 3 / 7

Chapter 3 — Seine Zwillinge standen vor ihm — doch die Akte enthielt den wahren Verrat

4.9Editorial score

Sie zuckte zusammen.

Alexander legte die Akte auf die Bank und trat vor sie.

„Hat Elena dich angerufen?“

Dana presste die Lippen aufeinander.

„Es gab viele Anrufe.“

„Hat sie dich angerufen?“

„Ja.“

Der Wind wehte ihr Haar ins Gesicht.

Sie strich es nicht zurück.

„Wie oft?“

„Ich weiß es nicht mehr.“

Miriam zog eine weitere Seite hervor.

„Elf direkte Gespräche mit Ihrem Büroanschluss.

Vier davon dauerten länger als zwei Minuten.“

Alexander sah Dana an.

„Was hast du ihr gesagt?“

Ihre Augen wurden feucht.

„Dass du nicht gestört werden wolltest.“

„Auf wessen Anweisung?“

Dana blickte zu Paul Mercer.

Er schüttelte kaum sichtbar den Kopf.

Das genügte.

„Nicht“, sagte Alexander leise.

„Sie sehen ihn nicht an.

Sie sehen mich an.“

Dana atmete zitternd aus.

„Dein Vater sagte, die Fusion mit Halston Capital dürfe nicht gefährdet werden.

Die Presse spekulierte bereits über eine Verbindung zwischen dir und Claire Halston.

Eine schwangere frühere Freundin hätte alles kompliziert.“

Ich spürte, wie sich etwas Kaltes in mir ausbreitete.

„Sie wussten, dass ich schwanger war?“

Dana schloss die Augen.

„Ich habe eine deiner Nachrichten gehört.“

Die Welt wurde still.

Nicht die ganze Welt.

Das Meer rauschte weiter.

Nora zog an meinem Mantel.

Irgendwo bellte ein Hund.

Aber in mir verschwand jedes Geräusch.

Vier Jahre lang hatte ich geglaubt, meine wichtigste Nachricht sei in einem leeren System verloren gegangen.

Sie war gehört worden.

Von einer Frau, die entschieden hatte, sie zu begraben.

„Du hast es gewusst“, sagte ich.

Dana weinte jetzt.

„Richard sagte, Alexander würde die Kinder niemals anerkennen.

Er sagte, er würde dich zerstören, falls du an die Öffentlichkeit gehst.

Ich dachte, der Vergleich sei der sicherste Weg für dich.“

„Sicher?“ Meine Stimme blieb ruhig, und gerade deshalb wich sie zurück.

„Ich war allein.

Ich hatte keine Familie in der Stadt, keinen festen Vertrag und kaum Ersparnisse.

Du hast mich glauben lassen, der Vater meiner Kinder wolle mich zum Schweigen kaufen.“

„Es tut mir leid.“

„Das hilft keinem Kind, das nachts nach seinem Vater fragt.“

Alexander stand reglos da.

In seinem Gesicht lag Wut, aber nicht mehr gegen mich.

„Paul“, sagte er, „geben Sie mir Ihr Telefon.“ „Das werde ich nicht tun.“