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Warum kannten die verlassenen Zwillinge den geheimen Namen meiner toten Frau? / Chapter 2 / 6

Chapter 2 — Warum kannten die verlassenen Zwillinge den geheimen Namen meiner toten Frau?

4.9Editorial score

„Wo sind Sie?“

„Nicht weit.

Ich musste Caleb von ihnen weglocken.

Er hat jemanden beim Sheriffbüro, der ihn informiert.

Ich konnte nicht riskieren, mit den Kindern direkt zur Polizei zu fahren.“

Ich blickte zu dem uniformierten Mann draußen.

„Ist es der Hilfssheriff vor meiner Tür?“

„Nein.

Der heißt Daniel Ruiz.

Ihm kannst du vertrauen.

Aber Caleb glaubt, dass er ihn kontrollieren kann.“

Draußen hob die Frau mit der Aktentasche unauffällig ein kleines schwarzes Gerät an.

Ein Aufnahmegerät.

„Und die Frau?“

„Staatsanwältin Leah Morgan.

Sie brauchte Caleb bei einem Versuch, die Kinder ohne gültigen Beschluss mitzunehmen.

Er sollte sich sicher fühlen.“

„Dann war das geplant?“

„Nur der Teil mit der Beobachtung.

Nicht, dass er so schnell auftaucht.“

Caleb presste beide Handflächen gegen die Scheibe.

„Emma! Ella! Kommt sofort heraus!“

Emma versteckte das Gesicht an meiner Schulter.

Mara hörte ihn durch das Telefon.

Ihre Stimme brach kurz.

„Er darf sie nicht bekommen.“

„Das wird er nicht.“

Ich sagte es, bevor ich wusste, wie ich dieses Versprechen halten sollte.

Dann hörte ich am anderen Ende einen Ast knacken.

Mara verstummte.

„Jemand ist hier“, flüsterte sie.

Die Verbindung brach ab.

Ich wählte sofort zurück.

Das Telefon klingelte einmal und ging aus.

Nora rief meinen Namen aus dem Festnetzhörer, der noch auf dem Tisch lag.

Ich nahm ihn wieder auf.

„Mara hat angerufen.

Sie ist irgendwo im Wald.“

„Ich schicke die Position an die Ranger.

Ihr Telefon war für wenige Sekunden im Netz.“

Caleb hatte inzwischen aufgehört zu drohen.

Er wandte sich an Hilfssheriff Ruiz und sprach gedämpft auf ihn ein.

Dann zog er eine Brieftasche heraus.

Ruiz trat einen Schritt zurück.

„Stecken Sie das weg.“

„Sie missverstehen mich“, sagte Caleb.

„Nein.

Ich glaube, ich verstehe Sie gerade sehr gut.“

Leah Morgan hob das Aufnahmegerät höher.

Caleb bemerkte es.

Sein Gesicht veränderte sich.

Die väterliche Sorge, die er bis dahin gespielt hatte, fiel in einem Augenblick von ihm ab.

„Sie haben mich hereingelegt.“

„Sie sind freiwillig hergekommen“, antwortete Leah.

„Und Sie haben freiwillig versucht, einen Beamten zu beeinflussen.“ Caleb deutete auf das Haus.

„Meine Kinder werden von einem Fremden festgehalten.“