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Die Geliebte log über ihren Namen – dann öffnete Blackwood die Akte / Chapter 2 / 7

Chapter 2 — Die Geliebte log über ihren Namen – dann öffnete Blackwood die Akte

4.9Editorial score

„Sag ihnen, dass Claire die Überweisungen genehmigt hat.“

Sie sprach leise, aber die Terrasse war so still, dass ich jedes Wort hörte.

Ethan sah zu mir.

In diesem Blick lag keine Bitte um Vergebung.

Keine Sorge um unser Kind.

Nur hektische Berechnung.

Er überlegte tatsächlich, ob er mich opfern konnte.

Blackwood zog ein zweites Dokument hervor.

„Dann sollten wir jetzt klären, wer was genehmigt hat.“

„Nicht hier“, sagte Ethan sofort.

„Doch“, erwiderte ich.

„Genau hier.“

Ich setzte mich langsam auf den Stuhl, den Peter hinter mich geschoben hatte.

Mein Knöchel schmerzte, und die Anspannung in meinem Bauch war noch nicht verschwunden.

Eine der anwesenden Ärztinnen, Dr.

Elena Ruiz, kniete kurz neben mir und fragte, ob ich Blutungen, Schwindel oder anhaltende Schmerzen hätte.

„Nur eine Verhärtung“, sagte ich.

„Sie müssen untersucht werden.“

„Sobald das hier beendet ist.“

Sie wollte widersprechen, doch mein Blick hielt sie zurück.

Stattdessen blieb sie neben mir stehen.

Ihre Anwesenheit gab mir mehr Sicherheit als alles, was Ethan in den vergangenen Monaten getan hatte.

Blackwood legte einen kleinen Audiorekorder auf den Tisch.

Vanessa lachte trocken.

„Sie haben uns heimlich aufgenommen?“

„Nein“, sagte Blackwood.

„Mr.

Whitmore hat sich selbst aufgenommen.“

Ethan wurde kreidebleich.

Drei Wochen zuvor hatte ich auf seinem Tablet eine Anwendung entdeckt, die sämtliche geschäftlichen Besprechungen automatisch archivierte.

Ethan benutzte sie, weil er jedem misstraute.

Er hatte vergessen, dass Misstrauen auch Beweise produziert.

Blackwood drückte auf Wiedergabe.

Zuerst rauschte es.

Dann hörte man Ethans Stimme.

„Sobald Claire unterschrieben hat, können wir die dreihunderttausend verschieben.“

Vanessas Stimme antwortete: „Sie wird nicht unterschreiben, wenn sie die Anlage sieht.“

„Dann bekommt sie nur die letzte Seite.“

Einige Vorstandsmitglieder schlossen die Augen.

Andere sahen Ethan offen angewidert an.

Die Aufnahme lief weiter.

„Und wenn sie Fragen stellt?“, fragte Vanessa.

„Sie ist schwanger.

Sie denkt an das Baby, nicht an Buchhaltung.“

Vanessa lachte auf der Aufnahme.

„Du unterschätzt sie.“

„Nein“, sagte Ethan.

„Ich kenne sie.

Claire hasst Konflikte.

Sie wird alles tun, damit niemand eine Szene macht.“

Blackwood stoppte die Wiedergabe.

Ethan öffnete den Mund, doch ich kam ihm zuvor.

„Darin hattest du recht“, sagte ich.

„Ich hasse Szenen.“

Ich blickte auf die Scherben am Boden.

„Deshalb habe ich Beweise gesammelt.“ Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Harold Dean, trat vor.